Drittes Geflüster - Wein wächst nicht von allein
Shownotes
🎙️ Die Hosts Anna und Constance führen gemeinsam das Schlossgut Lüll – ein familiengeführtes Weingut und eine Hochzeits- und Eventlocation mit Geschichte. Zwischen Reben, Veranstaltungsplanung und unternehmerischer Verantwortung sprechen sie über die Realität hinter einem traditionsreichen Betrieb – ehrlich, nahbar und ohne Schönreden.
🎧 Kapitel
00:00 – Ankommen & Frühling auf dem Schlossgut Wie geht’s uns gerade? Start in den Frühling, Energielevel, Saisonbeginn und erste Eindrücke vom Alltag auf dem Hof.
03:00 – Zwei Wochen Schlossbistro: erstes Fazit Wie ist der Start gelaufen, was überrascht hat und warum das Konzept besser funktioniert als gedacht.
07:00 – Willkommen zu Folge 3 & Thema der Episode Einordnung der Folge und Übergang ins Thema Wein.
09:00 – Wein des Monats: Grauburgunder Warum dieser Wein perfekt in den April passt und was ihn besonders macht.
14:00 – Foodpairing & Frühlingsküche Was passt zu Grauburgunder und warum Spargel eine gute Wahl ist.
17:00 – Wie ein Weinjahr wirklich abläuft Vom Rebschnitt über Weinbergarbeit bis zur Ernte – ein ehrlicher Einblick in den Jahresablauf.
25:00 – Weinberg vs. Keller: Arbeit & Rollenverteilung Wer macht was im Betrieb und wo liegen die persönlichen Stärken.
32:00 – Weingut & Veranstaltungen gleichzeitig stemmen Wie sich Eventgeschäft und Weinbau gegenseitig beeinflussen – besonders in stressigen Phasen.
38:00 – Was kostet Wein eigentlich wirklich? Produktionskosten, Aufwand und warum Wein oft völlig falsch eingeschätzt wird.
46:00 – Fasswein, Flaschenwein & Marktprobleme Warum viele Betriebe wirtschaftlich kämpfen und wie der Markt sich verändert.
52:00 – Zellertal, Herkunft & Weinphilosophie Warum die Region besonders ist und wofür die Weine vom Schlossgut stehen.
56:00 – Alkoholfreier Wein & Ausblick Trends, Entwicklungen und was in Zukunft noch kommen könnte.
59:28 – Verabschiedung
🏰 Über Schlossgeflüster Schlossgeflüster ist der Podcast vom Schlossgut Lüll. Zwischen Weingut, Hochzeiten, Events und unternehmerischer Realität sprechen wir offen über das, was hinter den Kulissen passiert – ehrlich, direkt und ohne Drehbuch.
🌿 Mehr von uns Website: https://www.schlossgut-luell.de Instagram: https://www.instagram.com/schlossgut_luell/
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Transkript anzeigen
Drittes Geflüster
Hallo Anna, schön, dass du da bist. Hallo Constanze. Schon zum dritten Mal jetzt.
Ja, das ist der Wahnsinn. Das ist schön. Es macht eigentlich auch Spaß, echt.
Und wir haben uns ein bisschen dran gehalten, jetzt heute vorher nicht so viel großartig miteinander zu sprechen. Also frage ich dich jetzt als allererstes, wie geht es dir? Auf mich geht es eigentlich ganz gut, muss ich sagen. Ich bin langsam wieder in meiner Sommerform.
Ich habe mich schon viel bewegt, das merke ich so richtig. Die Muskeln werden wieder aufgebaut. Der Winterspeck geht langsam wieder runter.
Also mir geht es bestens. Sehr gut. Mir auch, wirklich.
Also das Wetter macht ja auch was dafür, finde ich. Das motiviert einfach. Der Frühling ist da.
Mal mehr, mal weniger Sonne. Aber es macht richtig Spaß und ich bin voll motiviert. Ja, viel zu arbeiten.
Es ist ja auch schon wieder so viel Neues passiert. Und von daher, das finde ich immer cool im Frühjahr. Da passiert so viel, das Wetter wird gut und es kommen wieder viele Gäste hier auf den Hof.
Und ja, das Leben beginnt einfach wieder so richtig. Das finde ich auch, merkt man gerade hier im Schloss. Wir haben jetzt zwei Wochen Schlossbistro, quasi vier Tage geöffnet gehabt.
Und es ist richtig gut angelaufen, finde ich, oder? Oh, ich bin super happy. Ich hätte es ja gar nicht gedacht. Zumal letzte Woche, letzten Sonntag, war ja auch richtig schlechtes Wetter.
Ich habe gedacht, oh Gott, da kommt kein Mensch. Und am Schluss war es ja doch relativ voll. Und ich habe das Gefühl, dass die Leute super glücklich sind.
Es waren ja auch viele Wachenheimer da. Die waren auch total froh, dass mal wieder was regelmäßig ist bei uns im Wachenheim. Aber ja auch ganz viele neue Gesichter.
Von daher super positiv. Ich freue mich, dass wir das umgesetzt haben. Ja, also an dieser Stelle auch nochmal vielen, vielen herzlichen Dank, dass das so toll angenommen wird.
Also das muss man ja auch einfach mal sagen, dass ihr uns damit ja auch unterstützt. Das war für uns ein heikler Schritt. Wir haben ein bisschen Investitionen tätigen müssen, so was den Umbau hinter dem Kuhstall im Backstage angeht.
Und dann ist es ja auch schön, dass dieses Angebot, was wir für uns und für euch machen, dass das auch angenommen wird. Definitiv. War eine gute Idee.
Ja, so kann es weitergehen. Ich glaube, dass tatsächlich, wenn es nochmal wärmer wird, wird es sicherlich nochmal ein bisschen mehr. Dann können wir vielleicht auch noch Unterstützung brauchen.
Im Moment klappt das ja ganz gut mit uns beiden, dass wir das machen, dass wir Flammkuchen machen und gleichzeitig eben die Bar. Der Schlosshof ist auch echt regelmäßig voll. Nicht gleich um elf, aber so mittags gibt es immer irgendwie so eine Peakzeit.
Und wenn jetzt dann schönes, schönes, schönes Wetter ist mit erhöhten Temperaturzahlen, kann ich mir gut vorstellen, dass da auch im Garten nochmal einige sitzen werden. Ja, gerade am Osterwochenende habe ich das ja auch gesehen, dass da wirklich viele in den Garten gegangen sind und das Wetter einfach genossen haben. Die haben einfach ein Gläschen Wein geschnappt und sind dann nach oben gegangen.
Das war auch richtig schön. Es gibt das ja so im Frühjahr, wenn der Garten so schön blüht und alles anfängt zu blühen. Die ganz Frühjahrsblüher waren jetzt ja schon da.
Die Tulpen waren in voller Pracht und so. Das finde ich dann schon immer toll, ja. Das stimmt.
Sau schön. Und auch an dieser Stelle nochmal den Appell. Also wir machen das logistisch alles unten.
Unsere Bar ist unten. Der Flammkuchenofen ist unten. Deswegen sind wir unten.
Nichtsdestotrotz seid ihr herzeingeladen, den kompletten Garten zu nutzen. Natürlich. Ich könnte euch natürlich auch gerne Picknickdecken mitbringen und irgendwo hinlegen und einfach den ganzen Tag in unserer kleinen Welt genießen.
Voll schön. Ja und damit herzlich willkommen zu Schlossgeflüster Podcast Folge Nummer 3. Juhu! Das ist echt toll, dass das so ist. Ich bin Anna.
Ich bin Constanze. Und zusammen führen wir das Schlossgut Löh. Ein Weingut, eine Eventlocation.
Constanze ist hier die Schlossherrin und hat mich quasi adoptiert. Und wir erzählen hier ein bisschen aus dem Nähkästchen, was so hinter den Kulissen ist, was uns so bewegt, was unternehmerische Entscheidungen betrifft. In der letzten Folge ging es tatsächlich sehr um Zahlen.
Wie ist das so, wenn man Veranstaltungen macht? Was kostet uns das? Warum müssen wir manche Preise so und so aufrufen? Also hört da gerne nochmal rein. Nach dieser Folge natürlich. Heute geht es ein bisschen mehr ums Thema Wein.
Also wird den hauptsächlichen Redeanteil vermutlich schon eher Constanze übernehmen heute. Ich stelle ein paar Fragen. So machen wir das.
Dazu passend haben wir hier unseren Wein des Monats, den wir seit diesem Jahr immer haben. Also jeden Monat einen neuen Wein des Monats. Diesmal ist es unser Grauburgunder.
Sehr gut. Ich habe ja vor 3-4 Wochen abgefüllt. Der Grauburgunder war auch dabei.
Ich finde, er ist mir wieder sehr gut gelungen. Man kann mal selbst auf die Schulter klopfen. Die Kunden haben auch gesagt, dass sie ihn ganz lecker finden.
Ich habe dieses Jahr bei meinem Grauburgunder darauf geachtet, dass ich dem ein bisschen die Säure reduziert habe. Ich glaube, das mögen sehr viele Leute, weil viele sagen, ich habe ein bisschen Magenprobleme. Ich glaube, deswegen kommt der sehr gut an.
Den Eindruck habe ich aber auch. Also ich muss sagen, der Wein vorher der Grauburgunder, der hier schmeckt mir deutlich besser. Der andere war nicht so spannend.
Ich finde, der hat nochmal so ein bisschen mehr Charakter. Ja, das stimmt. Er hat auch eine schöne Aromatik.
Er ist mir gut gelungen. Aber warum findest du, dass der jetzt hier in den April passt? Wir haben über den Wein des Monats und wir haben uns da ein bisschen Gedanken gemacht. Zumal hatten wir letzten Monat den Weißburgunder.
Da dachte ich, das ist ganz schön, wenn man die direkt hintereinander vergleichen kann. Weißburgunder und Grauburgunder ist ja doch die Burgunder-Familie. Auch jetzt zu dem Frühling habe ich gedacht, passt das ganz gut.
Er hat eine schöne Aromatik, nicht ganz so eine hohe Säure. Das ist einfach schön für den Frühling, habe ich gedacht. Und natürlich habe ich ihn frisch abgefüllt und deswegen soll ich den gleich probieren.
Was würdest du dazu kochen? Also ich finde, da passt vieles dazu. Man kann den so gut als Single trinken. Was ich jetzt nicht dazu essen würde, ist so ein ganz spicy Essen, was so super scharf oder so ganz krass aromatisch ist.
Da geht er dann vielleicht ein bisschen unter. Aber sonst ist es ein guter Allrounder und passt so ziemlich viel. Fischfleisch, Gemüse, kannst du eigentlich alles zu essen.
So ein Spargel? Auf jeden Fall, da passt er sehr gut. Auch gerade, weil er nicht so viel Säure hat. Das ist so das Thema beim Spargel.
Spargel ist ja relativ neutral, ist natürlich ein sehr feines Gemüse, aber hat nicht so einen starken Eigengeschmack und das komplementiert ihn dann eigentlich ganz gut. Ja, das finde ich gut. Das nehme ich jetzt vor meine Zeit.
Spargel, solange es den gibt, versuche ich ihn immer zu essen. Ja, heute Mittag gab es auch wieder bei Mutti grünen Spargel. Ich war zu spät.
Ist aber noch da. Du kannst ja später noch eine Portion schnappen, wenn du willst. Die Lotti hat sogar gesagt, dass es vegan war.
Veganer Pfanne. Sehr gut, vielleicht hier nach. Mal schauen.
An dieser Stelle mal ganz viele liebe Grüße an meine Mami. Die kocht mir nämlich jeden Mittag oder auch uns sogar. Wenn die Anna da ist, kriegt sie auch immer was zu essen.
Natürlich gibt es dann immer was Vegetarisches. Und selbst mein Papa hat sich da ganz gut mit arrangiert. Ja, ich glaube manchmal verflucht er mich dafür, wenn ich da zu oft hintereinander da bin, aber im Grunde geht das schon ganz gut.
Ja, und ihm tut es ja auch gut, von daher passt es schon. Auf jeden Fall. Zum Thema Wein.
Du bist natürlich ja auch ganz viel bei mir in der Veranstaltungsbranche mit drin. Also ist ja nicht so, dass ich die kompletten Veranstaltungen immer alles komplett alleine mache. Nichtsdestotrotz ist dein Hauptaugenmerk natürlich der Wein.
Wie läuft das denn so hier bei dir? In so einem Jahr? Ja, ich erzähle dir vielleicht einfach erstmal so was an Aufgaben, vielleicht im Weinberg auf mich zukommt. Ich fange jetzt einfach mal im Winter an, weil damit startet eigentlich alles. Da findet der Rebschnitt statt.
Und damit entscheidest du eigentlich, wie viel Ertrag du dann an der Rebe hast. Das kannst du natürlich so auf den Hektar runterrechnen, aber du machst es natürlich auch so ein bisschen individuell. Wenn du eine Rebe hast, die so ein bisschen mickrig aussieht, schneidest du da einfach weniger Augen an, dass sie dann halt in dem Jahr nicht so stark belastet wird und eben nicht ganz so viel Nährstoffe braucht.
Das ist jetzt eigentlich die Hauptaufgabe. Das ist auch sehr aufwendig, weil man schneidet eben per Hand wirklich jeden einzelnen Trieb, der letztes Jahr gewachsen ist, wieder runter. Je nachdem, welche Erziehungsform man hat.
Und dann im nächsten Schritt werden diese Triebe, die runtergeschnitten sind, an den Drahtrahmen angebunden. Das ist jetzt so in der Zeit alles passiert. Da sind wir jetzt auch fertig schon mit.
Jetzt geht aber auch schon wieder die Bodenbearbeitung, aber das Unkrautmanagement los. Wir waren auch schon auf dem Traktor gesessen und haben geguckt, dass das nicht so hoch wird mit Mulcher und so weiter und so fort. Dann geht natürlich jetzt auch bald schon das Spritzen wieder los.
Also, dass die Reben schön gesund bleiben. Es ist ja so, dass wir letztes Jahr zum Beispiel alle neun Tage gespritzt haben. Und das ist dann natürlich schon sehr auffällig.
Bei uns sind es so 20 Hektar. Ich teile das immer so auf, dass ich zwei Tage dafür brauche. Man kann auch gerade im Sommer immer nur frühmorgens fahren, wenn es kalt ist.
Wenn es dann zu heiß ist, fahre ich nicht so gerne die Spritze. Ja, das ist dann im Sommer. Da geht es dann natürlich auch nochmal so Handarbeiten, wie zum Beispiel Entblättern macht man dann manchmal.
Ja, die Reben müssen natürlich geheftet werden. Ihr habt das vielleicht schon gesehen. Das ist ja in so einem Drahtrahmen.
Und die wachsen ja immer länger. Und die würden ja eigentlich nach unten kippen. Und deswegen gibt es da bewegliche Träte.
Und die werden immer weiter nach oben geheftet. Deswegen nennt man das Heften. Das ist auch super auffällig.
Das muss man eben auch mehrmals dann im Sommer machen. Dann muss man auch ausbrechen. Das ist auch noch so eine wichtige Aufgabe, die im Sommer kommt.
Also zum Beispiel ganz unten an der Rebe am Fuß wachsen auch immer wieder Triebe aus. Und die muss man eben abmachen, weil wenn du da mit der Unkrautspritze zum Beispiel vorbeifährst, würdest du die natürlich auch treffen. Und dann würde die Rebe kaputt gehen.
Aber natürlich wird auch die Kraft nach da unten geleitet. Und die soll dann natürlich in die Trauben geleitet werden, damit die optimal werden. Ja, das steht auch immer wieder an.
Was habe ich vergessen? Ja, so Ausbesserungsarbeiten. Ich fahre natürlich auch mal einen Stickel um oder so. Das passiert durchaus mal.
Oder er geht halt auch einfach mit dem Holzstickel und ist mit der Zeit kaputt. Ja, und dann bist du da eigentlich den ganzen Sommer mit beschäftigt. So gucken, dass die schön gesund bleiben, die Trauben.
Dass die schön ordentlich in der Reihe stehen. Das Gras oder die Einsaat, also die Zwischenfrucht, die ich zwischen den Reben habe, dass die nicht zu hoch wird. Also das muss ich auch immer quasi wieder abmähen.
Also das ist schon viel zu tun tatsächlich. Das ist ja verrückt, wie man das überhaupt machen kann, wenn ich so drüber nachdenke. Ja, und dann steht natürlich irgendwann der Herbst, der grüne Abschluss bevor.
Und das ist für mich natürlich immer eine ganz intensive Zeit. Ich meine, du siehst mich da immer, ich schlafe da wenig und es ist schon anstrengend. Es kommt natürlich immer so ein bisschen auf die Witterung drauf an und wie groß die Ernte ist.
Und ja, dann sind wir ja meistens so, ja, vier Wochen schon beschäftigt, die ganzen Trauben zu ernten und natürlich dann auch im Keller wieder zu verarbeiten. Was dann natürlich auch wieder dauert. Und dann kommt natürlich der Prozess, dass du den Wein quasi weiterverarbeitest.
Wenn er geboren ist, dann musst du den abstechen, schwefeln, verschiedene Behandlungsmittel drauf machen und sowas. Das ist dann quasi meine Winterarbeit. Zwischenschneiden und Keller quasi.
Und was von diesen ganzen Schritten ist so deine Königsdisziplin, was du hauptverantwortlich machst? Du machst ja im Grunde alles, aber... Nein, das ist schon tatsächlich der Keller. Ich muss sagen, ich bin nicht ganz so gerne draußen im Weinberg. A, ich vertrage die Sonne nicht.
Also wirklich, da kriege ich echt Probleme. Ich kriege super schnell einen Hitzschlag und so. Von daher muss ich ja immer gucken, wann ich das machen kann.
Und ja, das Traktorfahren, du weißt ja, ich bin sehr ungeduldig. Und ich kann das mal eine Stunde oder zwei machen. Aber dann hält ich das echt so nicht viel länger aus.
Ich kann da nicht den ganzen Tag hin und her fahren. Da ist irgendwas in meinem Gehirn falsch geschaltet. Ich kann das einfach nicht.
Ja, deswegen bin ich da im Keller. Da ist immer was Neues zu tun. Und ich muss ja ständig hin und her rennen und pumpen und so.
Ich mag das ja auch, wenn ich mich bewege. Und im Traktor sitzt du ja auch. Das ist ja auch noch ein massives Thema, dass man im Traktor sitzt.
Und ja, deswegen ist so Keller schon richtig mein Ding. Aber natürlich bin ich außen auch mal, sitze auch im Traktor. Das lässt sich nicht vermeiden.
Ja, Mädchen für alles, ne? Mädchen für alles, so sage ich es immer. Bedeutet aber, wer macht das dann im Außenbetrieb hauptsächlich? Ja, da ist ja zum Glück noch mein Papa da, der da ganz viel macht. Und ich habe ja auch noch Männer, die mir auch noch helfen für die ganze Handarbeit und sowas.
Also gerade für das Schneiden und für das Heften. Da ist zum Beispiel einmal der Peter, der ist ja auch seit Jahrhunderten bei uns und hilft uns da immer ganz fleißig. Und ich habe ja auch noch zwei andere Männer, die kommen aus Niefenheim, die eben auch regelmäßig kommen, wenn quasi diese Arbeitsspitzen sind, zum Schneiden oder zum Heften.
Das sind halt immer so Zeiten, wo dann einfach sehr viel zu tun ist. Weil du natürlich immer versuchst, ja, das möglichst pünktlich zu machen, genau zum richtigen Zeitpunkt, dass es halt optimal für die kleinen Reden ist. Aber im Grunde ja auch eigentlich absolutes Saisongeschäft.
Also durchweg immer was zu tun, aber, ja, wie du sagst, solche Arbeitsspitzen gibt es immer. Ist immer so ein Auf und Ab. Also wie gesagt, es gibt ja auch mal Tage, wo ich eben zwei Tage nichts machen kann, zum Glück.
Aber dafür eben auch ganz, ganz viele Tage, wo ich sehr viel arbeiten muss. Wie funktioniert es mit den Veranstaltungen? Kommst du da manchmal ins Hasseln? Ja, also ich weiß wirklich gar nicht, wie ich das früher alles alleine gemacht habe. Aber deswegen bin ich so froh, dass du da bist.
Ich finde es immer, im Sommer geht es noch, aber dann im Herbst merkst du es ja auch, dass ich da dann einfach so krass eingespannt bin, kaum mehr dazukomme. Ich kann es gerade mal bei den letzten zwei Jahren vergleichen. Jetzt die Ernte 25 war ja relativ klein mit 140.000 Liter.
Ich finde, da ging es. Da war ich auch bei relativ vielen Veranstaltungen noch dabei. Aber im Jahr davor, du erinnerst dich, das war ja quasi Horror für mich.
Wir haben 240.000 Liter geerntet. Also einfach die größte Ernte meines Lebens. Das dann auch noch in sehr kurzer Zeit, drei, vier Wochen hat es nur gedauert, weil eben so schlechtes Wetter war.
Und ja, das heißt natürlich kaum schlafen, nur arbeiten. Und ja, deswegen bin ich halt so froh, dass du dann da bist und das quasi auch wirklich alles komplett eigenverantwortlich machen kannst. Und ich weiß halt, bei dir ist es in guten Händen und du wirst ja auch zum Glück nie krank in so einer Zeit oder so.
Ich weiß gar nicht, wie du das machst. Und ja, von daher ist es ja ganz gut, dass unsere Veranstaltungen auch viel am Wochenende sind, weil ich mich dann quasi unter der Woche mehr ums Weingut kümmere und am Wochenende natürlich dann mehr um die Veranstaltung. Oder zum Beispiel montags ist ja immer so ein Tag, wo unsere Putzfeen kommen und dann ist ja immer viel Nachbereitung.
Da bin ich ja auch immer noch viel dabei. Und ja, so muss ich mir irgendwie die Zeit einteilen, dass es funktioniert. Ja, wobei, das merkt man ja auch, dass du dann versuchst, auch so im Herbst, also wenn das Wetter das zulässt, wie gesagt 2024 war das vielleicht nicht so möglich.
Ich glaube, das war auch das Jahr, wo dann häufiger mal die Halle durfte auf gar keinen Fall zugeparkt werden, weil der Traktor noch raus ist und so weiter, wo wir drauf achten müssen. Aber sonst versuchst du ja, wenn das Wetter das eben mitmacht, auch unter die Woche zu legen, die Erntetage und da, wo viel Verkehr ist mit großen Maschinen und eben nicht so am Wochenende, wenn dann Veranstaltungen sind. Und ja, so aus meiner Sicht, also klar, ich versuche dich dann noch mal mehr irgendwie zu unterstützen und dir bei den Veranstaltungen noch mal mehr abzunehmen.
Aber ich merke das schon auch, wenn bei uns jetzt zum Beispiel September, Oktober, wo dann die Ernte irgendwie losgeht und irgendwann endet, sind bei uns ja tendenziell auch schon weniger Veranstaltungen, weil es ja auch so in die Nebensaison hineingeht. Nichtsdestotrotz habe ich häufig aber noch mal längere Tage, weil gerade so diese ganzen kleinen Handgriffe, von denen man eigentlich denkt, ja, das läuft schon irgendwie über den ganzen Sommer, die du halt immer machst, so mal Wäsche wegräumen und dies noch machen und hier mal kehren und sonst was. Ich will halt immer, dass es hübsch aussieht.
Ja, aber das fällt dann halt im September, Oktober logischerweise irgendwie weg, weil wann willst du das noch machen? Ja. Und das merke ich dann schon auch. Ja, ich muss immer überall irgendwie in allen Ecken rum einfach.
Ja. Und ich muss dann auch immer gucken, dass ich dem gerecht werde. Also ich bin in vielerlei Hinsicht manchmal sehr viel pragmatischer und denke mir dann so, ach ja, wir machen die schnelle Nummer.
Aber nein. Im September, Oktober habe ich da ein besonderes Auge drauf, weil ich weiß, dass du nicht so die Augen für hast. Das ist, ja, das ist immer wieder so.
Aber im Sommer, finde ich, merkt man das gar nicht so arg. Also klar, du bist ja auch bei den Veranstaltungen an sich, also bist ja viel mehr mit der Vorbereitung beschäftigt, wenn dann bei den Veranstaltungen als jetzt so an den Veranstaltungstagen. Da bin schon ich diejenige, die da irgendwie mehrere Stunden da ist und dann genaueres Auge drauf hat.
Bist häufig dann eher morgens bis tagsüber und dann mittags, nachmittags nimmst du dir ja meistens dann was vor oder machst halt einfach frei, was dir ja auch absolut zusteht. Aber du hast mehr so diese Wochenendstruktur als ich, glaube ich. Ja, absolut.
Ja, wie du sagst, also vormittags ist ja oft noch was, dass die Dienstleister kommen oder so und dann quatsche ich dann halt mal gut kurz mit denen, ist ja auch immer ganz lustig. Dann gehe ich ja mal kurz bei der Hochzeit vorbei, gucke, ob alles gut ist. Aber sonst bin ich da ja ganz happy, dass ihr das alles so im Griff habt und ich dann eben auch mal frei machen kann.
Ja, gönne ich dir auch sehr. Und wir haben auch ein super Team, muss man sagen. Also du kannst ja mittlerweile auch zum Glück schon verschwinden und sagen, wenn du mal irgendwo auf eingeladen bist oder so, musst du auch nicht dabei sein.
Da bin ich ja auch sehr froh drüber, dass wir jetzt mittlerweile so einen coolen Pool und so einen großen Pool haben, dass das so gut funktioniert. Ja, also merke ich ja auch schon, dass in den letzten Jahren bei mir das immer mehr administrativ wird. Dass ich da zwar schon noch so ein bisschen überall wie gesagt die Augen drauf habe, aber dass das auch sehr viel von alleine läuft.
Das ist wahnsinnig wertvoll. Ja, und gerade bei uns mit dem Wochenendjob ist ja auch ganz schön, wenn man doch mal einen Samstag frei hat, weil es ist ja auch ganz schwierig, so die sozialen Kontakte zu halten, weil viele arbeiten ja so ganz klassisch von Montag bis Freitag. Also das merke ich mit ganz vielen Freunden, dass ich das auch einfach gar nicht sehe, weil das dann halt nicht funktioniert.
Außer ich habe dann halt mal wirklich frei und sage, ja, ich fahre jetzt nachmittags irgendwo hin und unternehme was. Ja, ist auch für uns ein gutes Stück Freiheit, auch mal wieder was planen zu können. Also ich werde nie die sein, die irgendwie sagt, so freitags so ganz spontan, ah ja, komm, lass uns was machen, weil ich häufig arbeite und das ist auch schon mein Ding so.
Ich mache das ja gerne, aber wenn dann doch mal irgendwie was ansteht, keine Ahnung, man ist selbst mal auf eine Hochzeit eingeladen oder ich habe die Woche Konzertkarten gekauft. Ich weiß, dass hier eine Veranstaltung ist, aber ich habe so ein bisschen besseres Gefühl einfach dafür. Das war vielleicht am Anfang noch nicht so gegeben, dass ich dachte, oh, ich kann dich da alleine lassen.
Also jetzt nicht so, als ob du es nicht könntest, aber einfach so, um dir halt auch nicht die Arbeit unnötig zu erschweren. Aber ich weiß einfach, dass wir jetzt so ein gutes Team haben und ich sagen kann, und das werden wir dann so regeln können. Keine Ahnung.
Ja, das ist schon super wichtig. Zum Glück haben wir die alle. Ja, und unser Team ist ja auch schon wieder gewachsen dieses Jahr.
Wir haben auch schon wieder so viele neue Leute dazu bekommen im Veranstaltungsbereich. Da bin ich auch sehr froh drum. Obwohl wir gar nicht aktiv auf der Suche sind.
Also das spricht ja auch irgendwie schon auch ein bisschen für uns, glaube ich, aber auch einfach, dass das ein Bereich ist, in dem man einfach gut und gerne arbeiten kann. Ja. Weil es einfach schöne Momente sind, die man begleitet.
Auf jeden Fall. Und ab und zu ist ja auch sogar so, dass die Teammitglieder schon auch mal ab und zu im Weinberg helfen, wenn da irgendwie gerade so eine Arbeitsspitze ist und das dann einfache Arbeiten sind, die jetzt keine besondere Ausbildung erfordern. Ach ja, gerade wo du es sagst.
Ich habe schon wieder vergessen, meine Pheromone aufzuhängen. Können wir mal wieder eine Aktion starten? Sowas meine ich. Ja, und wir haben sogar MitarbeiterInnen, die das sogar teilweise lieber machen, als dann im Service zu stehen.
Also die, die eher gern im Hintergrund arbeiten. Für die ist es dann auch eine coole Möglichkeit. Und macht dann den Job natürlich auch wesentlich vielfältiger hier.
Also auch ich, ich habe ja jetzt keine Weinausbildung. Ich habe 1, 2, 3 Seminare zu dem Thema gemacht, einfach weil ich ja dann schon auch mal eine Weinprobe begleite, insbesondere jetzt eher mit Hochzeitspaaren oder VeranstalterInnen. Aber ja, dafür will ich dann schon gewappnet sein, aber trotzdem habe ich jetzt natürlich nicht so die Megaerfahrung.
Ich lerne halt auch super viel einfach durch dich. So, was das Thema Foodpairing angeht oder was die Weine ausmachen, was die Rebsorten ausmacht. Oder wir waren ja auch schon im Weinlabor zusammen.
Genau. Auf jeden Fall. Also jetzt so vor diesem Job habe ich immer früher gesagt, ich trinke klassisch Riesling trocken und sonst nichts quasi.
Das ist sehr langweilig. Und jetzt bin ich echt so auch ein bisschen experimentierfreudiger. Ich kann eigentlich an jedem Wein irgendwie was finden.
Also ich bin nicht so die Rotweintrinkerin, aber selbst da weiß ich das erstens zu schätzen, weil ich auch weiß, was steckt hinter so einem Wein und kann darin auch was finden. Was ich schon sagen muss, zum Beispiel bei Rotweinen, die Aromatik, gerade so was Duftstoffe angeht oder was in die Nase kommt und was man schmeckt, ist manchmal schon sehr viel intensiver. So diese Tannine ist nicht so das, was ich brauche für so einen geselligen Mädelsabend.
Aber ich kann das schon probieren und denke, der hat was für sich. Das ist super spannend, ja. Das finde ich auch.
Ich bin ja auch nicht so ein riesen Rotweintrinker, aber probieren tue ich die natürlich super gerne. Das ist einfach eine wahnsinnige Vielfalt, die da in Mund und Nase explodiert. Da komme ich gerade zu einem Thema.
Ich habe ja auch was den Podcast anbelangt, frage ich ja manchmal auch bei Instagram, ob irgendwelche Leute Fragen haben zu einem Thema, wenn wir wissen, über was wir heute hier sprechen. Und da habe ich jetzt auch gefragt, also Fragen zum Thema Wein. Und eine der häufigsten Fragen ist immer wieder, warum ist eigentlich der Regenz so ein Ausreißer vom Preis her? Ah ja, genau.
Also da bin ich einfach irgendwie so auf die Idee gekommen. Das hat aber auch mehrere Gründe tatsächlich. Also zum einen war der Ertrag von dem Jahr wirklich sehr, sehr gering auf den Hektar gerechnet.
Also man darf in Deutschland ja 10.500 Liter ernten. Und in dem Jahr hatte ich glaube ich nur 3.000 Liter auf den Hektar geerntet. Heißt Produktionskosten natürlich schon mal viel höher.
Dann hatte ich den noch relativ lange im Keller gelagert. Also der war ja 2018, habe ich den geerntet, aber ich habe erst 2021 gefüllt. Das heißt, ich habe auch noch mal diese Lagerungskosten gehabt.
Und dann habe ich mir gedacht, ja der hat 16% Alkohol, dann machen wir einfach 16 Euro. Das war dann so die Quintessenz davon. Ja, und ich möchte halt auch einfach sagen, das ist halt auch einfach ein Wein, der einfach so viel mehr Arbeit macht.
Und das finde ich, muss dann auch honoriert werden. Ich finde unsere ganzen anderen Weine mit 8, 9 Euro sind super fair bezahlt für die Qualität, die man hier bekommt. Und ich finde, das muss man auch fast für eine gute Flasche Wein ausgeben.
Sonst ist es irgendwie auch nicht fair produziert und wer weiß, wo der Wein dann herkommt, wenn man irgendwie nur 3 oder 4 Euro für eine Flasche ausgibt. Ja, von daher. Und ich wollte auch einfach einen teureren Wein auf der Karte haben.
Ich bin daher immer sehr pragmatisch bei meiner... äh, bei den Gründen, die ich da so für habe. Und natürlich muss auch immer alles glatt sein, ohne 0,99 oder so. Oh Gott, ja.
Und 16 ist auch eine schöne Zahl. Und es ist doppelte von 8. Stimmt, ja. Also ganz viele gute Gründe.
Aber das sage ich auch häufig, wenn ich dann mal gefragt werde, das ist ja meistens dann irgendwie bei Weinproben mit Trautpaaren oder so. Ja, ist das eigentlich auch so meine Standardanalyse. Also Lagerungskosten, nur weil da 2018 draufsteht, heißt das halt nicht, dass da 2018 abgefüllt wurde.
Dann gibt es halt verschiedene Lagerungsprozesse und auch, was du natürlich theoretisch auch mit dem Wein dann im Keller machst. Das mit dem Ertrag muss ich mir auch merken. Genau, die Produktionskosten sind das.
Ja, klar. Das ist natürlich enorm. Aktuell braucht man für einen Hektar ich glaube 12.500 Euro.
Und wenn du dann halt nur 3.000 Liter davon erntest, kannst du ja schon mal umbrechen, was da so ein Liter kostet. Ja. Was meinst du mit 12.500? Was spielt da alles mit rein? Das sind quasi die ganzen Betriebskosten.
Alles, was du quasi dafür ausgibst. Also Lohnkosten, die Maschinen, die du unterhalten musst, Sprit, Schmiermittel, Spritzmittel. Also eben alles, um den Wein quasi zu produzieren.
Die Anlagen, die Neuanlagen, alles, was du halt kaufst. Das ist schon einiges, was da mittlerweile zusammenkommt. Und ist natürlich wie alles andere in den letzten Jahren enorm explodiert von den Preisen.
Ich habe mir nicht im Kopf, dass wir um die 39% hatten wir einen Zuwachs von 2014 auf jetzt, also in gut 10 Jahren. 40% mehr, das ist natürlich schon ordentlich. 12.500 Euro für einen Hektar, wo du 10.000 Liter von ernten kannst, heißt ja schon mal, dass deine Produktionskosten mindestens bei 1,25 Euro sind.
Und hier bei uns im Zellertal, ich ernte ja gar nicht so viel. Also ich habe ja einen Durchschnittsertrag bei mir im ganzen Brustamtbetrieb gesehen. Also wie gesagt, das schwankt natürlich jedes Jahr.
Aber so von zwischen 7.000 und 8.000 Liter. Und dann bist du ja gleich mal bei 1,50 Euro, 1,60 Euro pro Liter Produktionskosten. Und das ist ja nur, dass er dann im Keller ist.
Nur, dass er im Keller ist. Da ist noch gar kein Wein. Das ist schon massiv.
Ich bin auch gespannt, wie das jetzt weitergeht mit den Spritpreisen und so, das ist natürlich auch ein Thema. Ein Mindestlohn steigt jetzt nochmal an, ist ein massives Thema. Das ist quasi fast gar nicht stemmbar.
Also wenn man wirklich rechnet und Fasswein produziert, muss man eigentlich sagen, ich mache den Laden sofort zu. Also ich lege wirklich mit jedem Liter, den ich produziere, lege ich drauf. Und das ist natürlich schon sehr traurig.
Also es ist wirklich so. Ich glaube, das ist auch vielen gar nicht so richtig bewusst, dass der meiste Wein, der hier weg geht und verkauft wird, halt Fasswein ist. Also man sieht immer unsere schönen Flaschen, das tolle Logo, die schönen Etiketten.
Aber das ist ja eigentlich nur so ein ganz kleiner Prozentsatz, oder? Ja, das wäre natürlich super, wenn wir einfach alles auf der Flasche verkaufen würden. Das sieht dann natürlich schon anders aus, ja klar. Aber das bedeutet natürlich auch sehr viel Arbeit.
Ich muss sehr viel in der Weltgeschichte rumreisen, sehr viel Klinken putzen. Und wir bräuchten natürlich auch nicht mal wirklich ein großes Vertriebsteam, weil, naja, wenn wir 180-200.000 Liter ernten, das sind halt ein paar Flaschen, die dann dabei rauskommen. Was das jetzt in fünfter Generation bedeutet, dein Ururgroßvater hat ja auch schon Wein gemacht und der hat auch alles im Fass verkauft.
Beides. Also wir hatten schon immer Flaschenwein tatsächlich, aber früher haben die auch sehr viel Fasswein verkauft und früher hat man immer noch gesagt, für ein Fass Wein bekommst du einen Mercedes. So war das früher immer.
Und so ein Stück Fass war glaube ich, ich weiß nicht, wie viele Liter das waren, aber ich schätze mal so 2.000-3.000 Liter oder so. Und dafür hast du halt einen Mercedes bekommen. Das kriege ich für 2.000-3.000 Liter rund 1.500 Euro.
Oh ja, schön. Ja. Passt das mit den Produktionskosten so? Ich glaube nicht.
Ja, also ich glaube, wenn man ein Weingut hat, darf man nicht wirklich rechnen können. Man braucht da sehr viel Leidenschaft für, muss halt sagen, ja, ich arbeite da einfach viel für und bin bereit, kein Geld damit zu verdienen. Außer du bist dann wirklich so gut und schaffst es halt, dein Wein komplett über die Flasche zu verkaufen.
Dann kannst du natürlich schon ganz gut davon leben. Meinst du, wir haben Chancen, da hinzukommen? Ja, ich muss schon sagen, ich wüsste nicht, wann ich das noch machen soll, weil ich weiß, wie aufwendig das ist und was das bedeutet, so einen Riesenvertrieb aufzubauen. Und ich sehe es ja auch bei vielen anderen Kollegen, die halt keine Eventlocation haben, sich quasi ja wirklich nur um den Weinvertrieb kümmern.
Da sind ja auch einige Große hier im Zellertal und ich weiß ja auch, wie viele die hier arbeiten. Und das ist ja auch kein normaler Nine-to-Five-Job. Du musst super viel reisen.
Gerade in Deutschland ist es ja im Moment super schwierig, Wein abzusetzen. Viele gehen jetzt nach Asien teilweise, aber auch in die nordischen Länder eher. Schweden und sowas ist im Moment ein ganz guter Markt.
Ja, musst du natürlich auch auf dich nehmen. Viele haben eine Familie, bist du da wochenlang unterwegs und guckst, wie du dein Wein an den Mann bringst. Ja, vor allem ist das ja auch meistens immer erst mal mit einer Investition verbunden.
Also klar, wir sind ja jetzt nicht auf der ProWein, gerade auch mit, aus solchen Gründen. Aber so ein Stand da kostet ewig. Da musst du dort aber auch erst mal auf dich aufmerksam machen.
Und dann, wie du sagst, das ist unheimlich viel Arbeitszeit. Du musst dich ja überall quasi bewerben. Und die Leute sagen, hier, probier mein Wein, wie toll der ist.
Und das kostet erst mal, bevor du da überhaupt irgendwie was mit verdienen kannst. Und gerade in der jetzigen Zeit, wo der Weinkonsum ja eh runtergeht, ist es ja noch mal schwieriger. Das sagen auch wirklich alle Flaschenweinvermarktenden Kollegen von mir.
Die müssen jetzt halt einfach ins Ausland gehen, weil es in Deutschland einfach immer weniger wird. Die Deutschen trinken weniger, aber die Deutschen trinken halt auch immer mehr ausländischen Wein. Und das ist klar, dass sich das summiert.
Finde ich auch tatsächlich immer wieder schade, wenn ich das sehe. Also erstens eben, wenn man die einfach so eine Flasche Wein im Supermarkt kauft, gerade halt hier, wo du in jedem Ort zig Weingüter finden kannst. Ja, und dann die aus dem Supermarkt zu holen, die dann vermutlich auch irgendwie nicht unbedingt aus Deutschland sind.
Aber auch dieses Mindset, also wie viele ich kenne irgendwie in meinem Alter oder plus, minus fünf bis zehn Jahre, die dann meinen echt, dass acht, neun Euro teuer ist für ein Wein. Und ich denke mir nur so, hä? Nein. Ah, ich war mal ganz fleißig und hab immer aufgeschrieben, was das kostet, den Wein in die Flasche zu bringen.
Oh ja. Interessiert dich das noch? Ja, das interessiert mich. Ja.
Ich hab untergerechnet. Also, die Flasche an sich kostet 31 Cent. Die Kapsel 10 Cent, also der Verschluss.
Das Etikett kostet bei mir 46 Cent. Das ist relativ teuer, weil das ja auch groß ist und wir haben vorher ein Rückenetikett. Dann kostet das, was hier im Karton steht, kostet zwölf Cent die Flasche.
Wein in der Flasche ist. Und dann kommen die Produktionskosten dazu. Und dann noch Verwaltung, Lagerung, das Weinbauprogramm, ich muss den prüfen lassen beim Landwirtschaftsamt, das ist die AP-Prüfung.
Und der Wein, genau. Also das sind wir sicherlich bei 4 Euro Produktionskosten. Und klar, wenn du groß bist und halt zum Beispiel im Supermarkt halt mal 200.000 Flaschen abfüllst, gehen die Kosten natürlich runter, das ist klar.
Aber trotzdem verdienst du da nicht wahnsinnig viel dran, das kann gar nicht sein. Außer du sagst natürlich, ja klar, ich kaufe mir den Wein günstig im Ausland ein, für 30 Cent, das geht natürlich. Und dann fülle ich halt mal eine Million Flaschen ab, dann kostet die Flasche halt auch nur noch 5 Cent oder so und halt nicht mehr 30 Cent.
Und dann kannst du das natürlich für 3 Euro verkaufen. Ist natürlich fraglich, ob das moralisch so okay ist, uns armen deutschen Wintern gegenüber. Und natürlich muss man auch sehen, wo sind die Weine produziert und unter welchen Produktionsbedingungen werden die produziert.
Also die kriegen halt keine 14-Euro-Stunden-Lohn, die Leute da und wer weiß, ob die so einen Creme bekommen und einen Hut, wie ich das halt mit meinen Mitarbeitern mache, dass es denen gut geht und halt guckt, dass die immer Wasser haben und und und. Ja, dass die Pausen machen können und wie auch immer, ne? Ja, auf was man halt achtet. Dass man sich halt die Arbeitszeitregeln und so weiter daran hält.
Ja, bei uns arbeiten auch keine Kinder und so Sachen halt. Ja, also es ist traurig. Also wäre einfach auch schön, wenn sich da so das Bewusstsein so ein bisschen verändert, der Menschen in Deutschland.
Aber nicht nur bei den Weinen, bei allen Lebensmitteln. Das kann man ja generalisieren, finde ich. Ja, gerade beim Thema Essen wird da ja schon sehr viel Wert drauf gelegt.
Also ist ja mal zumindest der Trend dahin. Meiner Meinung nach immer noch nicht genug. Aber da wird ja schon viel diskutiert heutzutage.
Absolut. Aber so dieses Thema Wein wird auch ganz gerne da ein bisschen vergessen. Und es ist halt einfach auch ein landwirtschaftlicher Zweig, wichtiger Zweig in Deutschland.
Ja, und ich finde halt auch einen Teil kulturgut. Weil wenn du allein hier durchs Zellertal gehst, schau mal, wie wunderschön das ist. Und das ist halt auch, weil da die Weinberge sind, aber halt auch die Winzer, die gleich mal eine Straußwirtschaft aufmachen.
Die vielleicht eine Bank an ihren Weinberg stellen, dass man da mal schön sitzen kann. Und das ist halt auch eine Art von Landschaftspflege. Und das wird halt auch überhaupt nicht honoriert.
Das finde ich halt auch schade, dass darauf auch nicht mehr aufmerksam gemacht wird. Zum Beispiel gibt ja auch die WI, die Werbung für uns machen soll. Ich finde, da könnte man schon deutlich mehr Werbung für machen.
Sagen, hier schaut mal, was wir eigentlich alles leisten. Wir Winzer, wir produzieren halt nicht nur Wein. Ja, das sind ja, also klar, Wein ist ein Luxusgut.
Man braucht das nicht in seinem Leben. Aber trotzdem ist es halt ein Begleiter von ganz besonderen Momenten häufig. Und irgendwie, das ist, glaube ich, auch das, was wir so ein bisschen vermitteln wollen.
Dass das so dein Begleiter für den nächsten Mädelsabend ist, für die nächste Veranstaltung. Was du so vorhast, dass es besondere Momente einfach begleitet. Apropos Zellertal.
Wie ist denn das so mit dem Zellertal? Also ich meine, du baust jetzt hier an, weil du halt hier geboren wurdest. Aber es ist ja schon so, dass jeder Boden irgendwie anders ist. Ja, also ich muss sagen, ich habe schon richtig Glück, dass ich hier geboren worden bin.
Weil das Zellertal ist schon eine wirklich hervorragende Weinregion. Das muss man einfach sagen. Also mikroklimatisch, das ist ja so ein Tal.
Und das heißt, wir haben einfach perfekte Bedingungen für den Wein. Auch was Riesling angeht, bei uns ist es nicht so heiß. Wir können auch bestimmt noch lange Riesling mit einer ordentlichen Säure anbauen.
In anderen Gebieten ist es ja schon so, dass es ja gar nicht mehr so typisch wird. Ja, dass es einfach immer südländischer schmeckt, weil es einfach wärmer wird. Und das geht hier bei uns ganz gut.
Und natürlich auch noch die spannende Sache, dass wir halt Pfalz und Rheinhessen haben. Finde ich natürlich auch ganz cool. Alles in einem Tal.
Und auch ganz früher, zum Beispiel der Schwarze Hergott da oben. Das ist die bekannteste Lage hier bei uns im Zellertal. Das war ja auch ganz früher schon.
Also vor 100 Jahren war das ein super auffälliger und bekannter Wein, der quasi weltweit getrunken worden ist. Das ist dann halt eben ein bisschen in Vergessenheit geraten. Ich bin ganz froh, dass es hier so tolle Winzer gibt, die da halt richtig tolle Weine draus machen und das halt auch wieder so nach vorne stellen, was für eine großartige Region das hier ist.
Ja, aber deine Reben sind alle Rheinhessen. Alle Rheinhessen, ja. Um das ein und für alle mal klarzumachen.
Wir sind ein rein hessisches Weingut. Am Rande der Pfalz. Deswegen gibt es bei uns auch keine Doppelgläser.
Genau. Und 0,4er Schorle. Das ist ganz schrecklich, die 0,4er Schorle.
Es gibt Diskussionen, wenn wir in die Pfalz gehen. Aber was ja auch vorkommt bei Veranstaltungen mal, da müssen wir immer ein bisschen... Ja, auch wenn Pfälzer hierher kommen. Das sagen wir ja auch häufig.
Und wirklich, also im Grunde jeder kommt erstmal hierher und denkt, das ist Pfälzerwein. Aber die Doppelgläser verraten uns, dass wir die nicht haben. Und ich weigere mich auch.
Ich muss auch sagen, jetzt mache ich mich sehr unbeliebt bei allen Pfälzern, aber ich finde die nicht schön. Aber mit dem Aspekt, dass es mir dabei um Veranstaltungen geht. Also ich finde halt bei einer Hochzeit zum Beispiel, das sind diese Stangengläser einfach schöner.
Meiner Meinung nach. Und um uns einfach auch da abzuheben und zu sagen, das ist die einfachste Erklärung, wir sind nicht in der Pfalz. Die Doppelgläser gehören in die Pfalz.
Ich muss ja auch sagen, ich finde ja Weinschorle im Weinglas auch einfach am schönsten. Da muss eine kleine sein, ja. Aber dann bleibt die auch länger kalt, wenn du dann halt mehrere von den kleinen trinkst.
Du kannst ja die gleiche Menge trinken, ist mir ja egal. Es gab ja auch schon Brautpaare, die dann extra Doppelgläser mitgebracht haben. Ich meine, ist ja schon schön, wenn du so ein Pfälzer bist und dann so richtig verbunden bist.
Ich finde das schon schön. Das hat man ja auch als Gastgeschenk gemacht. Das ist schon eine tolle Erinnerung, finde ich.
Ist dann einfach authentisch für das jeweilige Brautpaar. Aber ich brauche es nicht. Wir haben schon mal diskutiert, gell? Ich brauche es auch nicht.
Sehr gut. Du hast ja schon gesagt, dass es so einen Trend gibt, die Menschen trinken weniger Alkohol, die jungen Leute. Was ist denn aber eigentlich so deine aktuelle Zielgruppe? Was würdest du sagen, wer kauft dein Wein? Also ich finde das schwierig zu sagen, weil meine Kunden ja wirklich von bis sind.
Also die Jüngsten sind ja wirklich 18, die wirklich vorbeikommen, um den süßen Wein zu verfeiern. Und ich glaube, mein ältester Kunde ist so 91 oder so. Also wir haben wirklich alles dabei.
Aber ich mache ja schon eher so Easy-Drinking-Weine. Von daher würde ich sagen, sind die eher sowas für jeden Tag. Ja, wie sind unsere Kunden so? Sag du mal, was ist denn unsere Zielgruppe? Unsere Wein-Zielgruppe.
Die Wein-Zielgruppe. Ja, ich glaube schon, die das auch zu schätzen wissen. Also natürlich so gute Weinkunden sind glaube ich dein Onkel und deine Tante, die jeden Tag eine Flasche Wein trinken.
Die machen das richtig. Ich nehme euch alle mal ein Vorbild an denen. Die sind auch glücklich, die sind beide an die 90, denen geht es wunderbar.
Aber ich glaube, es sind schon eher Menschen, die jetzt nicht zu komplexe Weine brauchen. Also so Wein-Experten, oder die meinen das zu sein. Mit denen ist es dann manchmal ganz witzig, oder vielleicht ist es denen dann einfach nicht spannend genug.
Ich meine, theoretisch könntest du das ja. Also du kannst natürlich im Barikfass ausbauen und über mehrere Jahre und so weiter. Aber das ist halt nicht die Realität, oder? Ja, und da geht es vielleicht doch so ein bisschen auf unsere Zielgruppe.
Ist das unsere Zielgruppe? Kommt der Weinfachmann hier? Ich glaube nicht. Ich glaube, es kommt eher der Typ her, der ein bisschen genießen will, der einen schönen Tag verbringen will. Und da brauchst du halt auch den passenden Wein zu.
Und ich glaube, ja, ich könnte das schon im Keller, aber ob das meine Geduld so zulässt mit dem super hochwertigen Wein, das weiß ich jetzt ja nicht. Weil ich weiß ja, wie viel Arbeit das ist. Und was man da alles machen muss.
Und dann brauche ich hier noch Holzfässer. Also ich finde eh der Stahl schon sehr praktisch. Du weißt ja, ich bin ja sehr pragmatisch.
Und es wird ja auch eh nicht zu mir passen. Ich bin ja auch so ein easy going Typ. Und ich bin ja auch nicht einer, der jetzt 10 Minuten über meinen Wein redet und sagt, ach wie toll der ist und hier.
Und hast du nicht Paprika und bla bla bla gesehen? Ich kann mich auch erinnern. Ich glaube, das war das erste Donnersberger Weinwoche, bei dem wir dabei waren. Und das ist so witzig.
Weil ich ja auch grundsätzlich schon immer sage, so Wein ist halt Ansichtssache. Der Geschmack. Jeder schmeckt vielleicht auch so ein bisschen was anderes.
Und dann war da jemand. Ja, es war dann jemand da. Da sind nämlich zum Beispiel auch manchmal Weinkenner, die meinen, sie wären Weinkenner und das vielleicht nicht unbedingt sind.
Aber die haben da Spaß dran. Das ist ja auch cool. Aber dann stand er da und hat gemeint, irgendwie in den Wein, ich weiß auch nicht mehr, was für einen Wein.
Das war aber auf jeden Fall reingerochen. Und so, er riecht da Honig. Und du so einfach so, ne? Ne? Manchmal denke ich nicht so richtig nach, bevor ich was sage, gell? Ja, aber es ist wirklich so knallhart.
Und ich so, okay, also die Meinung kann man schon auch vertreten. Aber ich fand das total sympathisch, weil ich halt häufig da eher so People Pleaser bin und sag, ja, ja, wenn du das sagst, dann ist das so. Ach, das mache ich aber auch, ganz ehrlich.
Wenn da jetzt einer Honig und was weiß ich riecht, dann sag ich, ja klar, das rieche ich auch. Man ist doch auch schön für den. Das ist dann ja auch eine Bestätigung.
Aber wo sich viele einig sind, sind so manche Aromatiken in bestimmten Weinen. Zum Beispiel Sauvignon Blanc ist immer Holunder dabei. Das stimmt doch einfach, ne? Ja, nicht eher.
Tatsächlich, also beim Sauvignon Blanc ist es schon sehr, es kommt darauf an, wie du den ausbaust. Also du kannst ihn ja entweder sehr früh ernten, dann gibt er richtig dieses Paprika-Stachelbeer-Aroma, also richtig grüne Aromen. Du kannst ihn aber auch eben ein bisschen reifer werden lassen.
Du siehst dann auch so richtig an den Trauben, die werden dann so richtig goldgelb. Und dann hast du halt mehr so diese gelben Aromen. Also von daher, man kann es nicht so verallgemeinern.
Aber ja, wenn du sagst, nur Riesling riecht irgendwie nach Pfirsich, hast du schon hundertprozentig recht. Und man kann das natürlich auch objektiv verurteilen und sagen, ja, der riecht jetzt wirklich danach und danach. Wobei man davon ja auch schon so ein bisschen wegkommt, ehrlich gesagt.
Also sagen, ach, der riecht nur nach dem und dem Aroma. Ja. Und eher so ein bisschen bewertet, ja, wie bleibt der im Mund, wie kommt der Boden durch, Mineralik und solche Sachen.
Bewertest du ja mittlerweile auch recht viel. Ja. Wo dann das Tellerteil wieder ins Spiel kommt.
Genau. Wir haben übrigens einen wunderbaren Kalkstein-Verwitterungsboden. Und ich finde, das schmeckt man wirklich.
Also ich finde, immer gerade beim Riesling schmeckt man das am meisten. Und ich finde, ein Riesling hier aus dem Tellerteil, da schmeckst du einfach, dass der von hier kommt. Ich finde auch die Burgundersorten, dass die davon profitieren.
Also sage ich dann auch häufig, wenn jetzt wirklich so jemand gar keine Ahnung hat. Also die Weinproben, die ich mache mit den Brautpaaren, die dienen ja dazu, dass die eine Auswahl treffen, auch wenn wir immer alles da haben und alles ausschenken. Aber zum Beispiel für eine Menükarte an der besagten Veranstaltung da eine Auswahl zu treffen, um die nicht zu erschlagen mit den vielen Weinen, die wir haben.
Auch wenn wir jetzt gar nicht so viele haben, aber trotzdem einfach eine Auswahl zu treffen. Und wenn die dann, das sind nämlich häufig auch Menschen, die so gar nichts mit Wein zu tun haben. Und wenn die dann sagen, ich habe gar keine Ahnung, was soll ich denn da rausnehmen? Dann sage ich schon immer, der Riesling profitiert halt einfach von dieser Lage hier.
Aber auch so die Burgundersorten. Jetzt ist es schade, dass wir keinen Spätburgunder mehr haben. Aber halt weiß und grau Burgunder.
Dann würde ich sagen, wenn man das Zellertal so ein bisschen transportieren will, sollte man vielleicht das zuerst probieren auch. Ja, auf jeden Fall. Wenn du halt auch so Aromarebsorten hast, wie jetzt so Myoplaur oder ich habe hier Cuvée, wo halt so Myoplaur und Kerner, so rufdickere Sachen drin sind.
Oder auch Schollrebe ist da mit drin. Dann kriegst du natürlich nicht mehr ganz so viel vom Boden mit. Das übertünscht das dann quasi so ein bisschen.
Ja, da braucht man purere Weine. Genau. Wie alt ist dein Papa jetzt? 78.
Der Aromamann muss immer noch arbeiten. Aber er will es auch. Er kann ja auch nicht ruhig sitzen.
Nee, das stimmt schon. Das hast du schon auch irgendwie von dem. Vielleicht hast du es ein bisschen extremer, aber weil er braucht ein bisschen länger für.
Er ist schon ruhiger. Ja, ja. Also so vom Gemütszustand her auch.
Aber trotzdem ist er immer umtriebig. Das kann er ja auch nicht. Bestimmt, ja.
Ja, und wenn er nicht hier ist, dann ist er auf der Jagd. Also er hat ja schon immer was zu tun. Er sucht sich seine Arbeit.
Wie ist es mit dem Zusammenzuarbeiten dann so eng? Ja, also das hat schon viele, viele Vorteile auf jeden Fall. Ich bin sehr froh, dass er da ist, weil er natürlich auch super viel von dem Betrieb weiß, was gerade so technische Sachen angeht. Und er ist natürlich auch ganz lustig.
Von daher macht es ja schon Spaß mit ihm. Aber wir kommen natürlich auch super häufig aneinander, weil meine Ungeduld. Es ist halt einfach so.
Bei mir muss alles schnell fertig sein. Und ich mache mir auch immer nicht so viele Gedanken zu allem. Ich will einfach, dass es fertig wird.
Und er liebt es ja, sich Gedanken zu machen. Und das kann ich nicht ertragen auf der Woche. Und dann, manchmal streiten wir schon.
Aber das Schlimme ist, er hat so wahnsinnig oft recht. Im Nachhinein hat er eigentlich immer recht. Und das ärgert mich dann natürlich auch.
Ich habe auch noch keine schlaue Lehre daraus gezogen. Es wird einfach so weitergehen. Aber ich finde, du kannst ja schon sehr gut damit umgehen.
Ja. Also generell. Alter, ich bin doch durch Ruhe in Person, oder? Doch, also geduldig mit anderen Leuten bin ich schon.
Ja, auf jeden Fall. Aber so mit mir bin ich halt schon sehr ungeduldig. Und wenn ich was mache, bin ich schon sehr ungeduldig.
Ja, bin ich wirklich. Ja. Also genau, gerade so Umgang mit anderen Menschen, hast du mehr Geduld als ich zum Beispiel.
Ich finde immer, dass alle alles viel zu langsam machen. Ja, ja. Das muss ich schon sagen.
Und dann reden die auch immer so viel und so langsam. Ich denke, kommt immer auf den Punkt. Das habe ich schon häufig.
Ja. Aber gerade so auch, wenn wirklich unangenehme Menschen irgendwie so Kontakt wäre, da bin ich... Also setze ich früher eine Grenze, glaube ich, als du. Ja, auf jeden Fall.
Da bin ich schon mehr People Pleaser. Spannend. Außer manchmal.
Manchmal werde ich auch so... Manchmal bin ich dann zu direkt. Und dann sagst du immer, geht es noch? Ironik, was? Nee. Aber wie würdest du denn deine Weinphilosophie beschreiben? Liebst du die Frage? Ich liebe die Frage.
Also meine Weinphilosophie ist eigentlich genauso, wie ich bin. So, einfach pragmatisch. Es muss schnell gehen.
Es muss praktisch sein. Es muss easy sein. So ist meine Weinphilosophie.
So wie ich. Und schmecken. Und schmecken muss es.
Und hübsch aussehen. Ja. Ja, passt doch eigentlich ganz gut.
Finde ich auch. Aber das ist doch wahnsinnig authentisch. Das ist voll gut.
Ja, ja. Was anderes könnte ich ja auch nicht machen. Also du weißt ja, ich bin ja niemand, der so viel reden kann und so.
Also das muss schon authentisch bei mir sein. Und genau das ist ja eigentlich ideal. Weil du hast ja gesagt, du machst das, also... Hallo Motte.
Du hast ja gesagt, als Winzerin muss man viel Leidenschaft mit sich bringen, um diesen Job machen zu können. Und das kannst du ja nicht, wenn du dich verstellst, indem du Weine machst, die dir gar nicht schmecken. Hinter denen du nicht so richtig stehst.
Und die du nur machst, um sie für andere zu machen. Ja. Also muss ja hinter deinem Produkt stehen.
Absolut, ja. Ich meine, natürlich sind nicht alle Weine nach meinem Geschmack. Weil ich natürlich auch schon gucken muss, es muss zu meiner Zielgruppe passen.
Natürlich. Aber ich kann trotzdem hinter jedem Wein stehen und sagen, der ist gut, so für sich, wie er ist. Und er ist ja so geworden, wie er sein sollte eigentlich.
Ja. Also ich glaube, wir beide hätten den süßen Wein zum Beispiel jetzt nicht auf der Karte gebraucht. Genau, genau.
Das ist schon eher so ein Wunsch von anderen, dass das so getrunken wird heutzutage. Gerade junge Mädels. Ja.
Ich sage, ein super Einschläger. Genau, wir beide hätten den süßen Küwe vermutlich nicht auf der Karte gebraucht. Aber trotzdem schmeckt er gut.
Also ich finde auch immer wieder überraschend, das ist auch das Spannende bei so einer spontanen Weinprobe, sich da einfach einzulassen drauf und das mal zu probieren. Weil ganz häufig auch die, die sagen, nee, süße Weine trinke ich nicht, den aber dann probieren und sagen, oh, aber die Frucht ist schon spannend. Genau.
So wie auch mit den alkoholfreien, die bräuchten wir jetzt theoretisch auch nicht. Weil wir es lieber mit Schoß mögen. Ja, aber wir machen ja auch schon gerne Leute glücklich.
Das ist ja auch so unser Job hier. Und ich finde, das gehört halt auch dazu, dass wir dann halt auch den passenden Wein haben dafür. Und guck mal, wie viele Mädels wir jetzt glücklich gemacht haben mit unserem neuen süßen Küwe.
Ja. Und auch alkoholfreien Perlwein, wirklich. Der kommt richtig gut an.
Richtig gut an. Da sind auch wirklich viele Leute froh drüber, dass sie dann trotzdem irgendwie anstoßen können, weil es schmeckt ja trotzdem nach Wein. Du hast ja trotzdem dieses spannende, aromatische Erlebnis, aber hast eben kein Schädel danach.
Oder das Autofahren und eben diese ganzen Themen, die da hinter einen hergehen. Es ist tatsächlich auch, wenn du die andere Person überhaupt gar nicht kennst, ist es halt super einfach, den anzubieten, weil da verletzt du keine Gefühle, weil du das jemandem anbietest, der vielleicht gerade schwanger ist und es noch gar nicht erzählen will oder aus irgendwelchen anderen Gründen gar keinen Alkohol trinkt, aus religiösen Gründen keinen Alkohol trinkst. Also du kannst eigentlich gar nichts falsch machen, wenn du das einer Person anbietest, was es super einfach macht zum Einsteigen.
Und dass wir jetzt einfach die Möglichkeit haben zu sagen, hey, hier, wollt ihr unseren Wein probieren? Wir haben auch einen alkoholfreien Wein. Ja. Und es passt natürlich auch so in das Leben heutzutage, also dass halt kein oder weniger Alkohol getrunken wird.
Man muss ja auch sagen, du bist ja auch keine typische Winzerin wie vor 50 Jahren vermutlich noch, die da jeden Tag an der Flasche hängt. Also im Grunde trinkst du ja auch relativ wenig Alkohol, sondern tatsächlich eigentlich auch nur in Gesellschaft, wenn dann irgendwie was los ist. Du sitzt ja jetzt nicht alleine hier zu Hause und trinkst hier eine Pulle weg.
Nee. Das wäre auch traurig, oder? Das wäre auch traurig. Es ist ja auch so, dass viele Winzer tatsächlich ein Alkoholproblem haben, natürlich auch durch den massiven Druck, den man hat.
Die Selbstmordrate ist ja auch relativ hoch tatsächlich unter Winzern und die psychischen Probleme, hatte ich jetzt auch gerade wieder im Bericht gesehen, sind auch die letzten zwei, drei Jahre massiv hochgegangen tatsächlich. Und ja, es liegt halt immer vor der Haustür, das Problem. Und ja, viele haben da ein Thema mit.
Also ich trinke wirklich gerne Alkohol, aber es kommt eben nicht so häufig vor, weil ich auch einfach sozial nicht so oft weggehe. Ich arbeite so viel, dann kommt, ich arbeite einfach zu viel. Deswegen kann ich nicht so viel trinken.
Ja, das war aber bei mir auch schon immer so. Also natürlich trinke ich auch mal was, aber wir haben einfach weniger die Gelegenheit dazu, weil wir halt zum Beispiel Wochenends arbeiten oder Wochenends zwar unterwegs sind, aber am nächsten Morgen wieder raus müssen. Oder manchmal auch nicht müssen, sondern wollen, weil wir halt nicht so die Typen dafür sind, irgendwie bis zwei Uhr mittags zu schlafen und in den Tag reinzuleben.
Also selbst wenn ich unterwegs bin, privat und am nächsten Tag frei habe, ist es überhaupt nicht, ich will am nächsten Tag aufstehen und irgendwie was machen. Ja, klar. Und ein Kater ist da unvorteilhaft.
Ja, und vor allem im Alter wird der Kater ja auch immer schlimmer. Und deswegen versuche ich das wirklich zu vermeiden mit dem Kater. Wobei ich sagen musste, da habe ich relativ Glück, aber trotzdem ist es natürlich, also es ist einfach nie ein geiles Gefühl am nächsten Tag.
Auch wenn ich jetzt nicht da, ich sitze nicht brechend über der Kloschüssel, gar nie. Ich habe am nächsten Tag, mache ich trotzdem Sachen. Ich kann dann sehr viel essen und möchte sehr viel essen, fettige Sachen.
Aber ansonsten geht es mir, glaube ich, relativ gut und trotzdem brauche ich es nicht. Ja. Will ich das nicht haben, zumindest nicht in der Regelmäßigkeit.
Ja, ich habe ja auch keine Lust, so völlig betrunken zu sein. Also zwei Gläser, kein Problem, da komme ich gut mit klar, weil vielmehr muss es dann auch nicht sein. Je nachdem natürlich, wie lang der Abend ist.
Ja. Ja, ich finde einfach, es ist ein schöner Begleiter. Nochmal, ich sage es nochmal so.
Ja, absolut. Ich finde, Wein gehört einfach, gehört nicht automatisch dazu. Das ist eine Entscheidung, sich dafür zu entscheiden, das zu trinken.
Aber es ist einfach so ein schönes Gefühl, gerade wenn man irgendwie in Gesellschaft ist. Ich finde halt auch, gerade wenn man gut essen ist, ist es eigentlich ein Muss. Ich finde, Wein gehört einfach zu gutem Essen dazu.
Ja. Also wenn ich irgendwo mal ein bisschen schicker essen gehe, habe ich immer Wein dabei tatsächlich. Und ich bin auch froh, wenn dann der Kenner oder der Wirt da ist und sagt, ach ja, dazu passt halt auch jetzt besonders gut der und der Wein.
Finde ich dann schon schön, wenn man da auch eine passende Beteiligung dazu bekommt. Ja. Muss aber auch das passende Restaurant sein dazu.
Sicher. Genau. Ja, in Formsbude brauche ich jetzt keinen Wein, klar.
Nee, aber auch wenn du so manche hast, wo dann einfach nur Rotwein und Weißwein draufsteht und nicht, woher das kommt zum Beispiel. Das habe ich auch gemerkt. Ich möchte da ganz gerne dabei stehen haben, woher der kommt oder von welcher Region und so weiter.
Aber jetzt sind wir hier bei uns zum Glück relativ berühmt. Also eigentlich alle Restaurants haben hier bei uns eine ganz gute Weinkarte, weil wir sitzen halt direkt an der Quelle. Ja.
Ja. Also auch unseren Wein könntet ihr euch natürlich gerne auf eure Karte schreiben, liebe Gastronomen. Ja, sehr schön.
Ich habe wieder viel gelernt, auch wenn ich natürlich viel weiß, aber trotzdem lernt man immer wieder was dazu. Zum Thema Wein. Hast du noch was? Glaubst du, dass es irgendwann einen alkoholfreien Wein auch gibt? Ja, das glaube ich schon.
Also der Fairwein ist jetzt ja schon so gut angekommen, von daher bin ich da jetzt eigentlich schon in der Mache. Kann ich schon erzielen. Weiß nicht genau, wann ich ihn fertig habe, aber auf jeden Fall.
Ich glaube, das ist auch nochmal gut. Einfach auch, weil du willst ja auch nicht immer was mit Kohlensäure trinken. Ich gehe mir auch gerade zum Abendessen und kann mir den dann immer mit anbieten.
Ja. Das wäre doch echt super. Ja.
Oh, da bin ich gespannt. Ich auch. Man hat so leichte Vorurteile und denkt sich so, das kann nicht schmecken, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es trotzdem schmeckt.
Also das da. Ja. Was Gutes bei rumkommt.
Man darf da irgendwie nicht, man muss da auch open-minded dran gehen, sage ich mal so. Es schmeckt halt nicht wie Wein, einfach a, weil der Alkohol fehlt. Und Alkohol ist auch einfach ein Geschmacksträger, es ist so.
Aber es ist schon sehr weinähnlich. Und ich habe jetzt auch schon super viele alkoholfreie Weine probiert, weil mich das halt auch immer interessiert. Und immer wenn ich irgendwo einen sehe, probiere ich den auch.
Und das sind schon sehr große Unterschiede. Und ich glaube halt auch, dass sich da qualitätsmäßig nochmal sehr viel tun wird. Das war vielleicht wie früher mit dem alkoholfreien Bier.
Also ich trinke ja kein Bier, aber viele erzählen mir, früher war das ganz schlimm mit dem alkoholfreien Bier. Und mittlerweile kann man das ja scheinbar echt gut trinken. Und ich denke, mit dem Wein wird sich das genauso entwickeln, dass die Verfahren zur Endalkoholisierung einfach immer besser werden.
Ja, das stimmt. Und Erfahrung bringt es ja auch. Welche Rebsorten nimmst du da? Auf was musst du besonders achten? Können wir das alles noch irgendwie zusammenfassen? Also wir können ein Weinprofil machen, ein Weingutsprofil.
Constanze ist die Winzerin, sie arbeitet eng mit ihrem Papa zusammen. Und ein paar wenige Menschen, die zusammen 20 Hektar, ich glaube, das haben wir gar nicht hervorgehoben, 20 Hektar bewirtschaften. Das ist ganz schön viel für so ein kleines Team.
Stimmt. Du machst viel Maschinenarbeit. Also es kommen dann Lesemaschinen zum Beispiel, die das machen.
Und zwischendurch Natürcheinarbeiter, das wird sich nicht vermeiden lassen. Das hast du immer im Weinbau, ja. Ja, aber eben gerade so die Ernte, das würde gar nicht gehen.
Wer soll das denn alles ernten? Früher war das so, gell? Die Lottie erzählt manchmal. Ja, ich kann mich da auch noch dran erinnern, dass da immer ganz viele Frauen gekommen sind. Und die haben dann geerntet.
Und das hat wochenlang gedauert. Und man hat eben morgens immer ganz früh angefangen. Und dann halt mit diesen Eimern.
Ich war natürlich auch dabei, mit so einer kleinen Schere haben wir da immer die Trauben abgeschnippelt. Das ist eine halbe Arbeit. Also viele machen das ja immer noch.
Gerade wenn du halt eine besonders gute Qualität willst, ist es eigentlich fast schon ein Muss, damit du dich halt direkt selektieren kannst nach faulen und gesunden Trauben. Aber ja, überleg mal, was ist der neue Mindestlohn? 15 Euro? Irgendwas? Im Moment ist es, was? Ja, ja, ab 27 ist es, glaube ich, nächstes Jahr. Ja, okay.
Im Moment ist er noch bei 13,91. Dann kommt, glaube ich, 14,60. Und dann 15, irgendwas.
Ja, also das ist natürlich schon heftig. Also klar, das ist eine Flasche Wein, die ich dann einfach nicht 4 Euro kosten kann. Das ist aber auch cool mit den großen Maschinen, wenn die darüber fahren.
Ich liebe das. Das ist ein krasser Vorteil natürlich. Ich kann morgens um 4 anfangen und habe halt innerhalb von einer Stunde irgendwie einen halben Hektar abgeerntet.
Das ist halt schon sehr praktisch. Und man ist halt einfach schlagkräftig. Wie viele Rebsorten hast du unterschiedliche? Oh, das sind schon ein paar.
Also Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay. Das sind so die weißen. Dann habe ich aber auch noch so Rebsorten wie Kerner.
Den habe ich halt nicht auf der Flasche. Ist aber zum Beispiel auch nur ein Teil von unserer Gewähl. Scheureber habe ich noch.
Da habe ich noch. Ein bisschen Vionier habe ich noch. Und im Rotweinbereich habe ich Portuisa, Dornfelder Regente, Spätburgunder, Cabernet Sauvignon.
Das war's. Ich glaube, jetzt habe ich keine... Müller-Thurgau habe ich noch vergessen. Müller-Thurgau, ja.
Also eine größere Range, als tatsächlich bei uns auf der Weinpreisliste am Ende steht. Aber das liegt ja auch am Namen. Also glaubst du, man könnte Müller-Thurgau gut verkaufen? Das ist doch ein scheiß Name.
Das verkauft sich doch einfach nicht. Ich meine, die das wollen. Müller-Thurgau-Schorle zum Beispiel.
Aber zum Beispiel Grauburgunder, ganz lustig. Wir kennen den ja hier alle als Grauburgunder. Aber als ich den gekauft habe, die Rewe, und auch wenn ich das jedes Jahr melde, der wird als Ruhländer gemeldet.
Das ist ja auch ein blöder Name. Wer kauft denn wieder einen Ruhländer? Also gut, dass der Grauburgunder heißt. Kann man sich auf jeden Fall besser was darunter vorstellen.
Einfach weil dann klar ist, dass er zur Burgunder-Familie gehört. Auf jeden Fall. Wenn man das eine mag, könnte man das andere auch mögen.
Oder Sauvignon Blanc, das klingt doch so schön. Ja, das stimmt. Aber manchmal kann man es auch schwierig aussprechen.
Nach dem dritten Glas Sauvignon Blanc nämlich. Wenn man eingedüllt ist, das kann man immer sagen. Genau, alles selber gemacht hier.
Mit ganz viel Liebe. Ganz viel Herzblut. Schöne Weine, finde ich wirklich.
Easygoing trifft es einfach ziemlich gut. Und das dein Charakter wieder spiegelt. Finde ich einfach auch toll.
Ich glaube, das reicht. Das reicht. Genug Werbung für diesen Wein gemacht.
Kauft ihn jetzt alle. Der Grauburgunder ist noch im Angebot. Den ganzen April.
Und dann gibt es im Mai auch den nächsten Wein des Monats. Da verraten wir aber noch nicht, was es wird, oder? Nein, das machen wir nicht. Da müsst ihr euch überraschen lassen.
Dann ist ja ruckzuck jetzt das April. Nächsten Monat ist dann Mai. Dann ist es ja quasi schon rum.
Das geht so schnell. Ich bin auch froh darum, dass wir jetzt gesagt haben, wir machen nur alle vier Wochen. Einmal im Monat erstmal den Podcast.
Sollte das natürlich mega gut laufen, dann können wir vielleicht unsere Prioritäten umsetzen. Im Moment denke ich, wann soll ich das alles machen? Ja, das wäre eine gute Entscheidung. Ich habe ja auch gar nicht so viel zu erzählen.
Wobei, wir reden doch schon immer lange mit dir. Wir reden jetzt schon ewig, glaube ich. Wie lange reden wir schon? Über eine Stunde bestimmt.
Gut geschätzt. Das war wieder sehr, sehr schön. Vielen Dank für deine ganzen Fragen.
Danke, dass du das alles so gut vorbereitest. Ich mache ja immer nicht so viele vorher. Ja doch, heute machst du dir schon Gedanken und so.
Das finde ich auch immer sehr schön. Ja, heute habe ich sogar noch was aufgeschrieben. Da bin ich stolz auf mich.
Und es ist ja eine gute Mischung aus spontan und einfach so reagieren. Aber natürlich auch ein bisschen Leitfaden hilft halt immer. Absolut.
Dass wir ja jetzt nicht so völlig wahllos miteinander sprechen. Wäre vielleicht auch lustig. Glaubst du? Können wir ja vielleicht nächstes Mal machen.
Ach nee, lieber nicht. Was machen wir denn eigentlich beim nächsten Mal? Ich weiß nicht, ich dachte, ob wir vielleicht mal die dritte im Bunde dazunehmen. Ach, das ist doch eigentlich eine gute Idee.
Meine Schwester hat es ja erzählt. Die hat doch auch immer sehr viel zu erzählen. Das stimmt.
Da können wir ihr das Mikro einfach in die Hand geben und wir trinken Wein. So machen wir das. Jetzt reden wir von einem anderen Tierbauern.
Es hat aber auch Potenzial, auszuarten dann. Also ich meine, wir leben ja schon auch sehr eng aufeinander. Ihr zwei noch mal mehr.
Das hat auch immer ein bisschen Potenzial für irgendwelche Zickereien. Auf jeden Fall. Das wird witzig.
Ja, lass uns das mal machen. Gut. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle, dass ihr euch Schlossgeflüster angehört habt, angeschaut habt, angehört habt.
Wir freuen uns. Wie gesagt, folgt uns gerne auf Instagram, da bekommt ihr immer alle News. Auch zum Podcast könnt ihr natürlich auch sehr gerne dazu beitragen.
Wir freuen uns mega, wenn wir Rückmeldungen bekommen, wer das denn hier so hört, ob ihr irgendwelche Ideen habt, worüber wir sprechen sollen. Ja, irgendwelche Themenvorschläge, was interessiert euch, was möchtet ihr hier hören, wenn ihr was dazu beitragen möchtet. Immer her damit.
Und ansonsten wünschen wir euch einen wunderschönen April jetzt noch, Restapril. Genießt unseren Grauburgunder und wir sehen uns dann und hören uns im nächsten Monat wieder. Bis bald.
Bis bald.
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